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Erneute Sachbeschädigung !
10 Monate – 6 Vorfälle – 8 Beschädigungen
Am Dienstag, den 19.Mai 2026, entdeckte eine Mitbürgerin einen neuerlichen Vandalismus an der Zeitleiste “Jüdisches Leben in Bad Honnef” am Annapfad. Diesmal handelt es sich um zwei Schmierereien mit Spraydosen, in gelber und blauer Farbe. Die Schmierereien bestehen aus jeweils drei Zeichen.


Ein Mitglied des Vorstands, das sich vor einiger Zeit mit dem Erlernen der arabischen Sprache beschäftigt hat, war sich sofort sicher, dass das mittlere Zeichen “Allah” bedeute. Das rechte Zeichen sei eine “7”, was so viel bedeuten könne “in sieben Himmelsrichtungen”. Das linke Zeichen sei ein Stuhl, der “Macht” oder “Herrschaft” symbolisiere. Wir können diese Interpretation noch nicht bestätigen, bleiben aber dran.
Natürlich hat der Verein sofort Strafanzeige gestellt.
Wir stellen fest, dass dies die achte Beschädigung der Zeitleiste ist, in sechs verschiedenen Vorfällen. Fünf Strafanzeigen sind gestellt worden. Das Ganze in noch nicht einmal zehn Monaten seit der Einrichtung der Zeitleiste. Die Polizei ermittelt und hat sich bereits gemeldet.
Wir dürfen und müssen nun davon ausgehen, dass es sich nicht um “dumme-Jungenstreiche” handelt, sondern um vandalistische Aktivitäten von ein oder mehreren Personen, die aus welchen Gründen auch immer Wut, Frustration oder Hass an der Zeitleiste “Jüdisches Leben in Bad Honnef “ auslassen. An anderer Stelle in der Stadt stehen sehr viele, ganz ähnliche gefertigte Info-Tafeln im Rahmen des Honnefer Geschichtsweges. Obwohl auch dort gelegentlich eine Tafel wegen normaler Schäden ausgewechselt werden muss, kommt praktisch kein Vandalismus vor. Das bedeutet: die wiederholte Sachbeschädigung am Annapfad richtet sich eindeutig gegen die Tafeln zum jüdischen Leben in Bad Honnef.
Der Vorstand berät in einer kleinen Runde das weitere Vorgehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.
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Zerstörung fortgesetzt !
+++ AKTUELL +++
19.04.2026: Klezmer-Musik in außergewöhnlicher Besetzung in der Anna-Kapelle in Bad Honnef-Rommersdorf
Klezmer-Musik ist beschwingt, aber immer einen Hauch melancholisch bis tieftraurig. Sie ist vom Ostjudentum überliefert und erzählt von alltäglichen Begebenheiten, von rauschenden Festen wie Hochzeiten oder auch von Traurigem wie Abschiede und Vergehen. In der besonderen Atmosphäre der Anna-Kapelle oder des liebevoll so genannten Anna-Doms spielten die Brüder Christian Wolf (Klarinette) und Daniel Wolf (Orgel) Klezmer, Tänze, Renaissance- oder Barock-Stücke, die die Zuhörenden mit zarten Klängen in den Bann zogen.
Der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef (JVGH) hatte zum Konzert eingeladen. Die Kapelle war bis auf den letzten Bank- und Stuhlplatz besetzt, andere mussten stehen. Die Zuhörenden erlebten mit Orgel und Klarinette eine außergewöhnliche und einzigartige Besetzung. Das Musikerlebnis war intensiv und berührend.




+++ AKTUELL +++
Über 350 Jahre
jüdisches Leben
in Bad Honnef
1666 bis heute
Auch in Bad Honnef finden sich Zeugnisse jüdischen Lebens, die bis in frühere Jahrhunderte zurückführen.
Vieles scheint vergessen oder wird nicht mehr wahrgenommen. Doch die Menschen, die Ereignisse und die Orte gehören zu unserer städtischen Geschichte.
Ziel
Der Verein - Ein Projekt der Stadt
Ziel ist, das vergangene und gegenwärtige jüdische Leben in Bad Honnef sichtbar und erlebbar zu machen und damit ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen.
Es ist ein Projekt der Stadt Bad Honnef.
2021 feierte die Bundesrepublik Deutschland das Festjahr
„1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“.
“Wenn ich mir als Bundespräsident für dieses Festjahr etwas wünschen darf, dann nicht nur ein klares Bekenntnis, dass Jüdinnen und Juden in Deutschland ein Teil von uns sind, ein Teil unseres gemeinsamen Wir, sondern dass wir denen entschieden entgegentreten, die das noch oder wieder infrage stellen. ”
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier
21. Februar 2021 zum Auftakt
Quelle: Bundespräsidialamt
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