Klezmer-Musik in außergewöhnlicher Besetzung in der Anna-Kapelle in Bad Honnef-Rommersdorf

Ein intensives und berührendes Musikerlebnis am 19.04.2026 im Anna-Dom 

Oskar Schindler rettete um die 1200 Jüdinnen und Juden vor dem Tod durch die Nationalsozialisten. Er wurde posthum erst durch den Film von Steven Spielberg „Schindlers Liste“ weltbekannt. Pfarrer i. R. Annette Hirzel erzählte im Kunstraum Bad Honnef Oskar Schindlers Lebensgeschichte und setzte den Fokus auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Dazu spielten Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige) typische melancholisch-fröhliche Klezmerstücke.

Der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef (JVGH) hatte zur Veranstaltung eingeladen.
Annette Hirzel verknüpfte die Ereignisse im Leben Oskars Schindlers mit der Nachkriegsgeschichte der Bundesrepublik auf der Basis ihrer eigenen intensiven Recherchen. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus erfolgte spät und zögerlich. Auch deshalb erhielten Oskar Schindler und seine Frau Emilie, die maßgeblich zur Rettung der Jüdinnen und Juden beigetragen hatte, erst späte Anerkennung. Erst viele Jahre nach Kriegsende trat Oskar Schindler auch öffentlich auf. In Yad Vashem, der Gedenkstätte an den Holocaust in Israel, wurde 1962 in seinem Beisein ein Erinnerungsbaum gepflanzt. Die geretteten Jüdinnen und Juden und ihre Nachfahren haben ihn bis heute nicht vergessen.Klezmer-Musik ist beschwingt, aber immer einen Hauch melancholisch bis tieftraurig. Sie ist vom Ostjudentum überliefert und erzählt von alltäglichen Begebenheiten, von rauschenden Festen wie Hochzeiten oder auch von Traurigem wie Abschiede und Vergehen. In der besonderen Atmosphäre der Anna-Kapelle oder des liebevoll so genannten Anna-Doms spielten die Brüder Christian Wolf (Klarinette) und Daniel Wolf (Orgel) Klezmer, Tänze, Renaissance- oder Barock-Stücke, die die Zuhörenden mit zarten Klängen in den Bann zogen.

Der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef (JVGH) hatte zum Konzert eingeladen. Die Kapelle war bis auf den letzten Bank- und Stuhlplatz besetzt, andere mussten stehen. Die Zuhörenden erlebten mit Orgel und Klarinette eine außergewöhnliche und einzigartige Besetzung. Das Musikerlebnis war intensiv und berührend.

 

 

 

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